Beratung bei Trennung und Scheidung
Beratung Scheidung

Haushaltsaufteilung

Die in der Ehe angeschafften Haushaltsgegenstände (z.B. Möbel, Elektrogeräte, u.U. auch der Familien-Pkw) sind gemeinsames Eigentum der Ehegatten. Dies gilt auch, wenn einer der Ehegatten diese Dinge alleine bezahlt hat.

Um mit der Haushaltsteilung zu starten, hat es sich bewährt eine Liste anzufertigen, auf der die Haushaltsgegenstände, die während der Ehezeit angeschafft wurden aufgelistet sind. Dabei ist es unbeachtlich wer die Gegenstände erworben und bezahlt hat. Die Gegenstände sollten mit dem entsprechenden Zeitwert (nicht Wiederbeschaffungswert) aufgelistet werden. Der Zeitwert ist der Wert, der am Markt bei einem Verkauf für den Gegenstand erzielt werden kann.

Dann kann jeder Ehegatte seine eigene Liste anfertigen, in der er vermerkt, welche Gegenstände er gerne für sich behalten möchte. Auch bei dieser Wunschliste sollten die Zeitwerte vermerkt werden, nicht die Wiederbeschaffungswerte.

Die Listen werden anschließend unter den Partnern ausgetauscht, um festzuhalten welche Gegenstände von beiden Partnern als Wunsch-Gegenstände gelistet wurden. Am besten gelingt dies, wenn die Wunschliste nicht als Forderung, sondern als Frage an den anderen Partner herangetragen wird.

Ein gerichtliches Verfahren über die Auseinandersetzung des Haushalts ist nicht anzuraten, da die entstehenden Kosten in der Regel über dem wirtschaftlichen Nutzen liegen. Die Verteilung der Haushaltsgegenstände erfolgt nach Billigkeitskriterien. Dabei wird berücksichtigt welcher der Ehegatten dringender auf einzelne Haushaltsgegenstände angewiesen ist (z. Beispiel bzgl. der Waschmaschine i.d.R. der Ehegatte, der die gemeinsamen Kinder betreut).

Die Haushaltsteilung wird im Rahmen des Scheidungsverfahrens nur auf entsprechenden Antrag hin bei Gericht durchgeführt.

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